Deutsches Goldmuseum

* Gold erleben *

 

Deutsches Goldmuseum

Neues Goldbuch! (Siehe Gold-Shop)

Im Grund 4

D-96528 Theuern/Thür.

                                  

 

Tel./Fax: 0(049)-36766-87814

Email: info@goldmuseum.de                                  

 

Museum

 

Öffnungszeiten:

• täglich 9.00 – 17.00 Uhr

(Das Museum wird bei Exkursionen während der Öffnungszeiten kurzzeitig geschlossen. Kurzfristige Anfragen vermeiden eventuelle Wartezeiten.)

• von Ende Oktober bis Anfang April nur nach vorheriger Anmeldung oder auf gut Glück

 

 

Eintritt:

• Erwachsene               3,00 € oder 0,2 g Gold

• Jugendliche                1,00 € oder 0,1 g Gold 

(bis 18 Jahre)

• Kinder (bis 6)             frei

  sowie 3 und mehr 

  Geschwister (bis 18)

 

      

Gibt es wirklich einen „Eisenmann“, der das Gold anzeigt?

Ja!

Kann Gold im Bachbett wachsen?

Ja!

Sind in Mitteleuropa heute noch große Goldfunde möglich?

Ja!

Mehr zu diesen und vielen anderen spannenden Fragen erfahren Sie bei einer Führung durch das Museum.

                                  

Unter Leitung des Geologen Dr. Markus Schade, der ein profunder Kenner vieler Goldvorkommen in Deutschland, Europa, Sibirien, Alaska, Kanada, USA, Australien und Neuseeland ist, entstand eine Ausstellung, die Sie in die geheimnisvolle Welt eines faszinierenden Metalls entführt. In drei Abteilungen werden Ihnen alte praktische Erfahrungen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die

Geschichte, Geologie und Gewinnung

von Gold in Thüringen, Deutschland und darüber hinaus leicht verständlich und unterhaltsam dargeboten. Verfolgen Sie den Werdegang des Goldes vom unsichtbaren Spurenelement bis zum

Glanzpunkt der
Ausstellung.

 
   

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Der Rundgang endet mit einer Goldwasch-Vorführung im Museum.

Natürlich können Sie das GoldWaschen und den aufregenden Moment eines eigenen Goldfundes auch in freier Natur an Originalfundstellen erleben. Wir haben alle Schwierigkeitsgrade im Angebot vom fröhlichen Kindergeburtstag über Schnupperkurse bis zum Prospektionskurs für höchste Ansprüche. Alle, die dann das Goldfieber gepackt hat, können sich im GoldShop Goldwaschgeräte ausleihen oder kaufen und selbst ihr Glück versuchen.

Das Museum versteht sich auch als Kommunikationspunkt für Fachleute und Hobby-Goldsucher. Jedermann kann hier seine Fragen zu diesem facettenreichen Thema (Geologie, Bergbau, Hobby-Goldsuche, Astronomie, Numismatik, Finanzwirtschaft, ...) stellen.

 

Kontaktmöglichkeiten und nähere Informationen finden Sie hier.

                                  

Ich freue mich auf Ihren Besuch im GOLD – Museum in Theuern!

                                  

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Quo vadis GOLD – Museum

 

Vor-Geschichte

                                  

Um 2000 v. u. Z. streifen bronzezeitliche Erzsucher aus dem Mittelmeerraum durch das südöstliche Europa. Sie kommen in minoischer Zeit von der Insel Kreta und dringen auf der Suche nach Kupfer, Zinn und Edelmetallen bis in das heutige Gebiet von Sachsen und Thüringen vor.

                                  

Im 1. Jahrhundert v. u. Z. errichten keltische Stämme auf dem Herrenberg bei Theuern einen befestigten Vorposten wohl als Basis für die Goldgewinnung. Nach dem die reichsten Teile der Goldseifen abgebaut waren, wird die Siedlung noch vor der Zeitenwende aufgegeben.

 

12. Jahrhundert u. Z. – Bergleute überschürfen die mitteleuropäischen Gebirge und finden Gold im Thüringischen Schiefergebirge. Ein Berggeschrei, vergleichbar mit einem Goldrausch der Neuzeit, beginnt.

 

1335 – Erste urkundliche Erwähnung des thüringischen Goldbergbaus. Kaiser Ludwig IV. und Markgraf Friedrich zu Meißen schlichten einen Streit um ein Goldbergwerk im Schiefergebirge.

 

Um 1590 kommt der über 400 Jahre alte Goldbergbau bei Steinheid zum Erliegen.

                                  

MA Waschszene

Der letzte von mehreren Wiederbelebungsversuchen des Goldbergbaus in Thüringen wird 1824 eingestellt.

Mittelalterliche Goldwäscherszene (aus Agricola)

 

1914 – Der Geologe Hans Hess von Wichdorff aus Berlin veröffentlicht die Ergebnisse seiner Studien zum thüringisch – fränkischen Goldbergbau.

1982 – Der Geologe Markus Schade aus Berlin findet am 8. Mai erstmals wieder Seifengold in Thüringen.

1997 – Das erste Goldmuseum in Deutschland wird am 19. September im thüringischen Theuern eröffnet.

Inzwischen haben über 100.000 Besucher das GOLD- Museum besichtigt.

Einer von ihnen war Herr Prof. Dr. Karl-Wilhelm Fischer (), der unser Haus am 09.10.2001 zusammen mit seiner Frau Elisabeth besuchte.

 

  Prof. Dr. Karl-Wilhelm Fischer (links) im GOLD-Museum
Und manche Besucher wie Frank Korn mit Familie entdecken das Museum abends in einem neuen Licht...

                                             

Und wie geht’s weiter?

• Der Kenntnisstand über die Goldvorkommen in Deutschland und darüber hinaus wird durch systematische Untersuchungen alter und neuer goldhöffiger Regionen ständig erweitert. Den vorläufigen Endpunkt der Forschungsarbeiten markiert jeweils eine entsprechende Publikation.

• Nach dem Ableben meiner Frau habe ich meine Bemühungen um eine dauerhafte Erhaltung der Goldsammlung forciert. Inzwischen ist vertraglich geregelt, dass mein gesamter fachlicher Nachlass an das Naturhistorische Museum des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg in Rudolstadt geht. Der größte Teil der Goldproben und einige Artefakte des Goldbergbaus in Thüringen sind bereits als Dauerleihgabe übergeben worden. Das GOLD-Museum in Theuern mit seinen Dienstleistungs- und Verkaufsangeboten wird aber auf absehbare Zeit weiter betrieben.

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Bisherige Ergebnisse der Goldprospektion

Thüringisch-Fränkisches Gebirge

Die systematische Prospektion goldführender Bäche und Flüsse im Thüringisch-Fränkischen Gebirge war vorläufig abgeschlossen worden und die Ergebnisse wurden 2001 in dem inzwischen vergriffenen Buch „Gold in Thüringen“ zusammengefasst. Darin wird unter Anderem auch die Herkunft des Seifengoldes genau beschrieben. Es konnten teilweise neue goldführende geologische Formationen nachgewiesen werden wie beispielsweise bestimmte limnisch-fluviatile Sedimentgesteine der Goldlauterer Schichten im Unterrotliegenden, also im Perm am Ende des Erdaltertums (Paläozoikum). Inzwischen sind noch weitere Typen geologischer Quellen von Seifengold als solche erkannt worden, darunter Lamprophyrgänge und kambrische Erzlager.

Bei den nachträglichen Untersuchungen wird ab und zu auch mal ein neuer goldführender Bach entdeckt. Und so nimmt die Anzahl der als solche erkannten Goldbäche in dem 4.000 km² großen Untersuchungsgebiet immer noch etwas zu:

Stand Anzahl Goldbäche
01.01.2000 181
01.01.2001 224
01.01.2002 227
01.01.2003 234
01.01.2004 239
01.01.2005 245
01.01.2006 251
01.01.2007 252
01.01.2008 253
01.01.2009 253
01.01.2010 256
01.01.2011 259
01.01.2012 261
01.01.2013 261
01.01.2014 262
01.01.2015 264
01.01.2016 265
01.01.2017 276

 

 

Lausitzer Bergland

Auch im Lausitzer Bergland, wo zuvor überhaupt keine Goldvorkommen bekannt waren, wurde eine Prospektion goldführender Fließgewässer durchgeführt und im Jahre 2002 mit dem Erscheinen des Buches „Gold im Lausitzer Bergland“ (siehe Gold-Shop) vorläufig abgeschlossen. Hier stammt das Gold größtenteils aus allochtonen Einträgen mit den alten Elbeschottern insbesondere des Bautzener Elbelaufs. Ein Teil des Goldes ist jedoch autochton in den Gesteinen des Grundgebirges der Lausitz entstanden. Als Besonderheit fand sich eine bunte Palette an Begleitmineralen des Goldes in den Bachsedimenten bis hin zu Saphir und Rubin. Die Anzahl der bekannten Goldbäche entwickelte sich hier wie folgt:

Stand Anzahl Goldbäche
01.01.2000   0
01.01.2001 37
01.01.2002 43
01.01.2003 47
01.01.2004 61
01.01.2005 64
01.01.2006 67
01.01.2007 69
01.01.2008 80
01.01.2016 80
01.01.2017 81

 

 

Vogtland

Im Vogtland mit seinen überwiegend sächsischen aber auch böhmischen, bayerischen und thüringischen Anteilen gelangen Goldnachweise in alt bekannten Gebieten wie dem Göltzschtal aber auch in einer Vielzahl von bisher unbekannten Goldbächen. Ende 2004 wurden die Untersuchungsergebnisse in dem Buch "Gold im Vogtland" (siehe Gold-Shop) zusammengefasst. Das Vogtland beeindruckt durch seine relativ hohe Dichte an Goldfundpunkten. Von den mehr als 230 goldhöffigen Bächen steht bei mehr als der Hälfte der Goldnachweis noch aus:

Stand Anzahl Goldbäche
01.01.2000   6
01.01.2001 12
01.01.2002 23
01.01.2003 34
01.01.2004 64
01.01.2005 82
01.01.2006 85
01.01.2007 86
01.01.2008 86
01.01.2009 88
01.01.2010 88
01.01.2011 90
01.01.2012 90
01.01.2013 91
01.01.2017 91

 

 

Mittelsachsen

Als nächstes Prospektionsgebiet wurde der Zentralteil von Sachsen mit dem Erzgebirge, dem Granulitgebirge, dem Erzgebirgischen Becken und dem Elbtalschiefergebirge ausgewählt. Dieses Gebiet, dessen geologische Bildungen über eine Milliarde Jahre Erdgeschichte repräsentieren, zeichnet sich durch seine überaus vielfältige und interessante Geologie aus. Es gibt eine Vielzahl von mehr oder weniger glaubwürdigen Hinweisen auf Fundpunkte von Seifengold und natürlich auch Berggoldvorkommen in dieser Region. Die Ergebnisse der Suche nach den sächsischen Goldquellen beschreibt das Buch "Gold in Sachsen" (siehe Gold-Shop). In dem 6.200 km² großen Gebiet hat sich die Anzahl der als goldführend erkannten Bäche wie folgt entwickelt:

Stand Anzahl Goldbäche
01.01.2000     1
01.01.2004     1
01.01.2005   19
01.01.2006   39
01.01.2007   65
01.01.2008   91
01.01.2009 102
01.01.2010 105
01.01.2011 105
01.01.2012 106
01.01.2016 107
01.01.2017 111

 

 

Deutschland

Mit dem Erscheinen des Buches "Gold- und Platinoid-Vorkommen in Deutschland" (siehe Gold-Shop) wird auch die Statistik der goldführenden Fließgewässer landesweit veröffentlicht. In der Eröffnungsbilanz sind Goldnachweise aus 706 Bächen und Flüssen in Deutschland verzeichnet. Die Anzahl der goldhöffigen Fließgewässer liegt weit über 2000.

Stand Anzahl Goldbäche
01.01.2015 706
01.01.2016 712
01.01.2017 731

 

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Einen allgemeinen Überblick über das Hobby Goldwaschen in Deutschland finden Sie hier: https://www.gold.de/artikel/goldwaschen-in-deutschland/. Aus diesem Artikel stammt auch folgende Karte der Goldvorkommen in Deutschland:

Wie schwierig es ist, solche Karten zu erstellen, zeigen beispielsweise die Darstellungen in Sachsen. Als goldhöffig markiert sind dort das Vogtland, das Erzgebirge und das Elbtal. Die Goldarmut des oberen Erzgebirges kennt jeder, der dort schon einmal gewaschen hat. Dagegen scheinen die Lausitz und das Granulitgebirge etwas unterrepräsentiert zu sein. Beide Regionen haben sogar schon Grammstücke geliefert. Im Übrigen ist auch ganz Norddeutschland mit eiszeitlichem Gold aus Skandinavien kontaminiert.